Bund deutscher Iringe e.V.

Sinn und Bedeutung des Begriffes »Deutsch«

Das Zurück-Gewendete ist die Zukunft – nicht das Rückwärts Gewandte!

In Ergänzung der Erläuterungen zu dem »Lied der Deutschen«, wurde bereits die Fahne am Beispiel der Bundesfarben Schwarz – Rot – Gold beschrieben und veröffentlicht. Nun erscheint hier die 3. Erläuterung der sich aus dem Gesamt-Zusammenhang ergebenden Fragen.

Im Allgemeinen wurde und wird der Begriff »Deutsch« und »Deutschland« lediglich auf die Sprache und das Nationalgebiet angewandt. Dies ist nur bedingt richtig, wie im Folgenden beschrieben wird. Die eigentliche Bedeutung des Begriffes geht in seinem Sinngehalt über den heutigen Sprachgebrauch hinaus.

Bevor wir darauf näher eingehen, lesen wir zu den Begrifflichkeiten im alten

Volkslexikon
von althochdeutsch »diutisk«, »diet« = Volk – »deutsch« ist volksmäßig, Volkssprache
Knauers Lexikon
»deutsch« erscheint in latinisierter Form um 786 als Bezeichnung der volks- mäßigen (theodiscus), germanischen Sprache. In karolingischer Zeit findet der Begriff Anwendung auf das ganze Volk. Bezeugt ist im 10. Jahrhundert »diutisk« und »teutonicus«.
Lexer
Im mittelhochdeutschen Wörterbuch steht: »diet« = Volk, »thiure« = hoher Wert, tiur-lich = vornehm, herrlich.

In der mittelhochdeutschen Aussprache wird die Vokabelfolge »iu« als »eu« und die Konsonantenfolge »th« wie im englischen »th« ausgesprochen; »thiu« also als »theus«. Durch verschiedene Sprach- und Lautwandlungen kam es dann zu unterschiedlichen Aussprachen mit »th«, »d« und »t«.

In der Grammatik kennen wir in dieser Lautgruppe dazu die Begriffe Aspirata (»th« = hauchartige Aussprache bei etwas Geistigem, Ersten), Media (»d« = mittelharte Aussprache bei Seelischem, Folgenden) und Tenuis (»t« = harte Aussprache bei Körperlichem, Letzten).

Für alle der angesprochenen Begriffe ist die gotische Grundform »thiut«, ursprünglich aus dem arischen Sprachraum, bedeutet sie »das Gute«, »Gutes«, und hat Sprachwurzel – Verbindung zum Griechischen »theos« und dem Lateinischen »deus«. Gote ist also gut, tauglich. Damit haben wir eine weitere sprachliche Verbindung: gut, geeignet, tauglich ist im Griechischen »chrestos«. Wir sehen also die Rückverbindung zu hohen Werten, großer Bedeutung und Verantwortung im und zum Volk.

Die alte, eigentliche Bedeutung »Deutsch« geht damit über die des heutigen Sprachgebrauchs hinaus.

Dazu zwei Zitate:

Joh. Gottlieb Fichte (deutscher Philosoph 1762–1814), Reden an die deutsche Nation (die es nur als große Sehnsucht im Volk gab). Aus seiner siebenten Rede: »Es sind in den vorigen Reden angegeben und in der Geschichte nachgewiesen die Grundzüge der Deutschen, als eines Urvolks und als eines solchen, das das Recht hat, sich das Volk schlechtweg, im Gegensatz mit anderen von ihm abgerissenen Stämmen zu nennen, wie denn auch das Wort Deutsch in seiner eigentlichen Wortbedeutung das soeben Gesagte bezeichnet. Es ist zweckmäßig, daß wir ...dabei verweilen und uns auf den möglichen Einwurf einlassen, daß, wenn dies deutsche Eigentümlichkeit sei, man werde bekennen müssen, daß dermalen unter den Deutschen selber wenig Deutsches mehr übrig sei. Indem auch wir diese Erscheinung keineswegs leugnen können, sondern sie vielmehr anzuerkennen und in ihren einzelnen Teilen sie zu übersehen gedenken, wollen wir mit einer Erklärung derselben anheben.«

und:

Wilhelm Kirschner (Zeitgeist und Frohe Botschaft, Seite 194 ff): »Heute hat das deutsche Volk, durch die Verbrechen des überwundenen Regimes des Nationalsozialismus seine Ehre eingebüßt und gilt als minderwertig. Es hat am Anfang den imposanten Aufstiegsleistungen des Hitler-Regimes zu sehr vertraut und konnte sich später von den Fesseln, die ihm angelegt bwurden, nicht mehr befreien. Das Volk war in großen Teilen in völliger Unkenntnis der wirklichen Geschehnisse und wurde in einem ›blinden Glauben‹ an den Führer gehalten. Seine Absichten konnte er geschickt verschleiern und anderen die Schuld an Fehlverhalten unterschieben. Mit dem Untergang des Hitlerreiches hat das Volk das Vertrauen in politische Programme eingebüßt. Das in Mitleidenschaft gezogene Ausland lastet die Schuld an den Untaten des Hitler-Regimes dem gesamten deutschen Volk an und belädt es mit einem Fluch der Ewigkeitsvergeltung und einer moralischen Minderwertigkeit. Viele politischen Parteien schließen sich dem allgemeinen Chorus an und verurteilen jegliche Art von Deutschtum als Wiederkehr national sozialistischen Unartgeistes. Auch dies ist eine nicht hinnehmbare Übertreibung und eine Beleidigung all derer, die mit den Machenschaften des Unrechtregimes nichts zu tun hatten«. Und: »...Bei all den Beleidigungen und Belastungen des Deutschtums fragt man sich, ob ›deutsch‹ tatsächlich der Ausdruck für teufliche Verstellungskunst und brachiale Gewalt ist oder ob diese Beurteilung genau so eine Fehleinschätzung ist wie die frühere Umerziehungs- und Aufklärungspropaganda. Was ist unter ›deutsch‹ wirklich zu verstehen, fragt man sich da in unmissverständlicher Hilflosigkeit.«

Wir vermuten also bereits, dass hinter dem Begriff »deutsch« mehr steckt als der allgemeine Sprachgebrauch hergibt. So hat Joh. Gottlieb Fichte in seinen 14 »Reden an die deutsche Nation« teilweise einzelne Wesensmerkmale des »Deutschen« zur Sprache gebracht. H.A. Weishaar hat die Wesensmerkmale des »Deutschen« in seiner Schrift »Rote Erde« (Seite 28) als das wahrhaft deutsche Wesen beschrieben. Hintergrund war und ist der Ausspruch von Heinrich Heine: »Am deutschen Wesen wird dereinst die Welt genesen«. Dieser oft missbrauchte und missverstandene Ausspruch muss nun ebenfalls, im Zusammenhang mit dem Begriff »Deutsch« eräutert werden. Dabei wird betont, dass dies nicht auf Menschen deutscher Nationalität beschränkt ist sondern (wie bereits im Referat »Lied der Deutschen« angesprochen), alle die Menschen anspricht, die guten Willens sind und die Wesensmerkmale in sich verwirklichen wollen. Das deutsche Wesen darf nicht verwechselt werden mit den Ausgeburten des Materialismus, der als Seelenerkrankung alle Völker der Welt ergriffen hat, der Gott, Seele und Gemüt verleugnet, der die Stoffliebe predigt, der Stoffgier und Kampf aller gegen alle entstehen lässt. Dieser Materialismus bedingt den Intellektualismus, die Herrschaft des kalten Verstandes, es entstand der rechthaberische Besserwisser, der kalte, brutale Gewaltmensch, das Diesseits-Menschentum unserer Tage. Unsere heutige »Weltanschauung« ist Verrat an uns selbst, an unseren Kindern und unserem Wesen.

Das tiefe deutsche Weistum ist rein geistige Weltanschauung, die alle Dinge, alles Geschehen aus dem Ursprünglichen, der geistigen Wurzel ableitet.

Das wahrhaft deutsche Wesen nach H. A. Weishaar ist:

Tiefste Innerlichkeit
Erhabenste Gerechtigkeit
Wahrhaftigkeit
Bescheidenheit
Gründlichkeit
Heldenmut
Freudige Frömmigkeit
Menschenliebe
Duldsamkeit
Sittsamkeit
Opferwilligkeit
Treue bis zum Tod

An diesem Wesen, der Zwölf-Männer-Kraft der Sagen, als Aufgabe für jeden Menschen, wird die Welt genesen (Emanual Geibel), so es verwirklicht wird!

Erinnern wir uns wieder an die alten Werte: handeln und seien wir deutsch – also Gut!

Roderich Volk