Bund deutscher Iringe e.V.

Emanzipationsdramatik
Internetfassung

Emanzipation, in der Moderne als Loslösung aus politischen, sozialen, traditionellen und geistigen Abhängigkeiten verstanden, wird zum Kampfbegriff für die Beseitigung aller gesellschaftlicher Zwänge und jeglicher Autorität. Damit geht der ursprüngliche Sinn der Befreiung aus selbstverschuldeter Unmündigkeit und unverschuldeter Abhängigkeit (Kant) über in die anmaßende Überheblichkeit eines vorgestellten Eigenwertes, der keiner gesellschaftlichen Realität mehr gerecht wird. Mit dem Zerbrechen gesellschaftlicher und gemeinschaftlicher Ordnungen tritt ein allgemeiner Niedergang ein, der Völker und Staaten zerstört.

Besonders in der Mikrowelt des Einzelnen stiftet eine falsch verstandene Emanzipation Unheil. Hier betrifft es besonders das Verhältnis zur Ehe und der Partnerschaft. Karrierebindung und Kinderwunsch werden zum Widerspruch, der, wenn nicht überbrückt, zu späterem Leiden an verfehlten Lebenszielen wird. Die bittere Folge ist Einsamkeit im Alter und Unbefriedigtsein mit dem Lebensergebnis.

Wilhelm Kirschner

(Vollständige Textfassung durch "Bund deutscher Iringe e.V.", Berberichstr. 54, D-55246 Mainz-Kostheim)